news
Paris: ART PARIS FAIR erfolgreich abgeschlossen E-Mail
Die 1999 gegründete und als Gegenpol zur Pariser FIAC entwickelte Kunstmesse für zeitgenössische Kunst "Art Paris Art Fair" hat am Donnerstag mit 144 Galerien aus 20 Ländern einen umfassenden Überblick über die zeitgenössische Kunst gegeben. Schwerpunkt ist Mittel- und Osteuropa sowie Asien. Bis Ostermontag waren 1500 Künstler ausgestellt.

Ehrengast war dieses Mal Russland, das mit 11 Galerien und insgesamt 90 Künstlern vertreten war. Die Messe zählte dieses Mal 48.000 Besucher. (Quelle dpa)
 
WHAT's GOING ON - Die Schöne ist gekommen....um zu bleiben. Ausstellungstipp für Berlin

Die Schöne ist gekommen...um zu bleiben. Nofretete-Ausstellung noch bis 4. August verlängert. Die Berliner Ausstellung zum Fund der Nofretete vor 100 Jahren hat innerhalb von 15 Wochen eine Viertel Million Besucher angezogen. Wegen des großen Interesses hat man die Schau bis August verlängert, wie die Staatlichen Museen Berlin am vergangenen Donnerstag mitteilten. Die Ausstellung "Im Licht von Amarna" lässt mit rund 1300 Exponaten die damalige Ausgrabungsgeschichte lebendig werden. Höhepunkt der Schau ist die weltberühmte Büste der schönen Pharaonengattin, die als Hauptgattin des Pharaos Echnaton in die Geschichte einging. Sie war einst am 6. Dezember 1912 im ägyptischen Tell el-Amarna entdeckt und im Zuge der Fundteilung nach Berlin gebracht worden. Bis heute fasziniert die Büste als Inbegriff vollkommender Schönheit die Menschen. (Quelle dpa)

 
WHAT's GOING ON? Berlin: Wiedereröffnung des Berggruen-Museums
Seit Freitag, dem 15. März ist das Museum Berggruen in Berlin nach fast zwei Jahren der Renovierungen wieder eröffnet worden und wartet mit einem Erweiterungsbau auf. Die Zeit in der der Museum mit der kleinen aber sehr beeindruckenden Sammlung aufgrund der Bauten geschlossen war, kamen deutlich weniger Kunstinteressierte nach Berlin-Charlottenburg. Das Museum hat demnach eine Anziehungskraft,  die sich aufgrund der Qualität der Exponate der Klassischen Moderne durchaus mit den Museen aus dem Stadtzentrum messen kann. Auch die neue Architektur des Erweiterungsbaus mit seiner 22 Meter langen verglasten Pergola, was durch das Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi als Ergänzung zu dem  benachbarten renovierten Kommandantenhaus von 1892/93 (vom Architekt Friedrich August Stüler - daher Stülerbau) entwickelt und realisiert worden ist, zieht Architekturfans an. Der moderne Glas/Stahlbau ist geschickt in den Garten zurückversetzt, so dass der Fassadenzug am Spandauer Damm nur durch eine Toranlage eine diskrete Ansicht von dem Minimal-Neubau freigibt. Die Kosten für das Gebäude beriefen sich auf 6,7 Millionen Euro. "Es ist ein Kleinod für Kunstgenießer entstanden, die sich etwas mehr Zeit nehmen wollen", schwärmt Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie. "Uns war es wichtig, dass das Museum den einstigen, intimen Charakter einer Privatsammlung behält."
Der Kunsthändler und Sammler Heinz Berggruen (1914 bis 2007) war zuletzt ins Gerede gekommen, da ihm vor zwei Jahren die Autorin Vivien Stein Unstimmigkeiten in seiner Mäzenaten-Biografie vorgeworfen, gefolgt von einer Debatte um die Verdienste Beggruens. Seine im Jahr 2000 von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz angekaufte Sammlung mit Werken von Picasso, Giacometti und Klee, wurde weit unter Wert angekauft, was er selbst als "Geste der Versöhnung" sah. Sie ist reizvoll in ihrer Geschlossenheit und in der Qualität der Bilder. Berggrün sammelte Werke der Klassischen Moderne. Durch die im Kommandantenhaus gewonnene zusätzliche Fläche von 1000 Quadratmetern konnten zu den 18 bereits bestehenden Ausstellungsräumen zehn weitere hinzugefügt werden. Die Sammlung sei durch zwei Dutzend noch nie der Öffentlichkeit präsentierte Arbeiten ergänzt worden, sagt Udo Kittelmann. Ein Raum soll ganz Paul Cézanne gewidmet sein. (Quelle art magazin / B. Sonna)
 
Alle Jahre wieder TEFAF– die Superlative der Internationalen Kunst- und Antiquitätenszene trifft in Maastricht aufeinander
Geschrieben von: Nathalie Höcke-Groenewegen   

Wie jedes Jahr, nur dieses Mal im sehr winterlichen Kleid, öffnet die Maastrichter Messe ihre Tore für die weltweit wichtigste Kunst- und Antiquitätenmesse TEFAF (The European Fine Art Fair). In gewohnt luxuriösen Rahmen werden an die 30.000 Kunstwerke von 265 internationalen Händlern geboten. Schon der Eingangsbereich offeriert einen optischen Augenschmaus mit kunstvollen Blumenarrangements, die in Frühlingsfarben in einer modische Wandgestaltung eingebettet sind. Die Floralgestaltung zieht sich, in großen Vasen arrangiert, durch die gesamte Halle und findet sich immer vor allen an den vielen Sitzgelegenheiten, die ausreichend in der Halle vorhanden sind und frequentiert von den Besuchern -  nicht nur den älteren Generationen –genutzt werden. Man kann und darf gepflegt durch die, nach internationalen Straßen benannten Wegen, wie Fifth Avenue, Sunset Boulevard oder Faubourg Saint Honoré oder über die nach berühmten Plätzen benannten Meetingpoints, wie Champs Elysées, Trafalgar Square  oder Vrijthof, lustwandeln und erhält einen umfassenden Überblick über all das, was der Kunst- und Antiquitätenmarkt an Auswahl und Qualität zu bieten hat. Und das ist auch in diesem Jahr wieder Einiges. Im Gegensatz zu den meisten anderen Messen geht es hier gediegen zu. Keine Hektik, keine Wichtigtuerei, sondern ein gepflegtes und zurückhaltendes Flanieren durch die Kunstwelt. Der Besucher kann hier unbeschwert Kunstwerke in Millionenhöhe erwerben. Die Welt scheint hier noch in Ordnung. Von einer Krise ist nichts oder nur kaum etwas zu spüren. Es scheint sich langsam immer mehr zu bewahrheiten, dass sich Kunstwerke, ob nun die der Alten Meister oder die der Moderne, als Geldanlage lohnen. Allerdings muss die Qualität auch immer stimmen. Und das tut sie in Maastricht. Bevor ein  Kunsthändler hier ausstellen darf, muss er bereits von gewissem Renommee sein. Bei einer Standmiete von im Schnitt 100 000 Euro plus die Standbaukosten und diverse Extras ist das nur für die ganz großen Flagschiffe der Kunst- und Antikwelt möglich. Aber die kommen behände von überall auf der Welt jedes Jahr und bieten feil, was ihr Markt an Qualität zu bieten hat. Darüber hinaus wird jedes einzelne Exponat, das zum Verkauf angeboten wird, von einer unabhängigen Fachjury begutachtet, so dass eine Sicherheit beim Erwerb gegeben wird. Auch die Käufer kommen von naher und weiter Ferne und demonstrieren, dass der Kunstmarkt immer noch Potential hat – auch für Antiquitäten. Inzwischen haben sich die Kunsthandelsplätze ein wenig verschoben. Zwar gibt es noch viele Käufer aus Europa und vermehrt auch wieder aus den U.S.A., doch Russland und vor allem China stehen an den obersten Plätzen der „Rangliste“. Der europäische Kunsthandel gibt sich selbstbewusst. Und behält Recht damit. Das Erscheinen großer Altmeister, sei es ein Herrenportrait von Velasquez für 14 Mio Euro (bei Otto Naumann / New York), ein Francesco Guardi für 4 Mio Pfund (bei Moretti / London) oder eine frühe Meissner Vase (Vogelbauervase) aus der Sammlung August des Starken, die von Georg Fritzsche nach den japanischen Vorlagen aus Arita-Porzellan modelliert und von Johann Gregoius Höroldt dekoriert wurde (gesehen beim Münchner Porzellanspezialisten Röbbig für 1,1 Mio Euro) zeigen die herausragende Qualität, die aber auch ihren Preis hat. Spätes Mittelalter gibt es bei Daniel Katz (London), der seine Tilman Riemenschneider- „Verkündigung“ um 1515/1520, Alabaster, 32 mal 21 cm, für 1,8 Millionen Euro anbietet. In der Rubrik Design kann der Kunstliebhaber bei Ulrich Fiedler aus Berlin einen „Billet-Chair“ von Gerrit-Rietveld aus dem Jahr 1923 für 450.000 Euro haben. Mit einem Pastell von Van Goghs aus dem Jahre 1883 „Jardin de Prespytère“, das vom Kunsthandel Ivo Bouwerman angeboten wird, lässt sich allmählich die Rubrik der Moderne auf den TEFAF einleiten, die immer abgetrennt von den anderen Bereichen geführt wird. Wie schon im letzten Jahr, fehlen auch in diesem Jahr wieder eine führende Galerien, wie Hauser & Wirth oder Acquavella oder Waddington. Doch bleibt damit die Qualität nicht etwa auf der Strecke. Es gibt auch hier einiges zu sehen, wie Henry Moores „Reclining Figure Curved“, eine fast 1,5 Meter lange und 600 Kilo schwere Figur, bei Landau (Montreal) für 35 Millionen Dollar angeboten wird. The Mayor Gallery aus London wartet mit einem Werk von Günther Uecker (Nagelkreis) auf – einem im Durchschnitt zwei Meter großen Werk – das für 640.000 Euro erworben werden kann. Die berühmte New Yorker Galerie Gagosian ist ebenfalls wieder am Start und präsentiert zum einen ein Gemälde von Pablo Picasso „Femme avec un couteau à la main et une tête de taureau“ aus dem Jahre 1946 und zudem eine  spiegelpolierte Edelstahlskulptur mit durchsichtiger, blauer Beschriftung und lebenden Blütenpflanzen von Jeff Koons (geb. 1955) aus dem Jahre 2010-2012. Über Preise spricht man hier nicht – die würden mit den Interessenten verhandelt. Wer nicht allzu großes transportieren möchte wird, findet genügend Möglichkeiten, sein Geld in Juwelen anzulegen. Aus erschiedenen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart werden außergewöhnliche Stücke angeboten, Eines der Highlights, das A La Vieille Russie, New York offeriert, ist eine mit Diamanten besetzte Brosche aus Silber und Gold mit durchbrochenen Flügeln von Musy, Turin, datiert um ca. 1860,  die sich im Besitz dreier Königinnen befand. Eine exquisite Pavé Brosche mit Rubinen und Diamanten im Mystery Setting von Van Cleef & Arpels, signiert und datiert 1964, ist bei Epoque Fine Jewels, Kortrijk (Stand130), zu sehen. 

Die Messe geht noch bis nächsten Sonntag, dem 24. März 2013 und ist täglich von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

(Quellen: Tefaf/FAZ)

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 29. März 2013 um 08:47 Uhr
 
WHAT's GOING ON? Ausstellungstipps Neo Rauch in Aschersleben und Chemnitz
Knapp 5000 Gäste haben die erste Grafik-Ausstellung des international bekannten Malers Neo Rauch (52) besucht. "Damit sind wir sehr zufrieden", sagte Christiane Wisniewski von der Grafikstiftung Neo Rauch am Sonntag zum Abschluss der Schau. In der neunmonatigen Ausstellung waren 29 Blätter des Künstlers zu sehen. Vom 17. März an sollen in einer zweiten Ausstellung in Aschersleben weitere grafische Werke von Rauch präsentiert werden. Die Galerie war am 1. Juni 2012 eröffnet worden. Damit hatte Rauch seinem grafischen Werk in Aschersleben eine neue Heimat gegeben. Der in Leipzig geborene Künstler schenkte der Stadt aus persönlicher Verbundenheit eine komplette Auflage seiner seit 1993 entstandenen grafischen Arbeiten. Eine gemeinsame Stiftung von Stadt und Künstler kümmert sich um die Grafiken.

Auch in Chemnitz ist alles auf Neo Rauch gepolt. Sein monumentales Gemälde "Die Abwägung" hat am Samstag einen unerwarteten Besucheransturm erlebt. Mehr als 2000 Besucher wollten sich das Bild anschauen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Das Auftragswerk, das der Leipziger Malerstar eigens für den Chemnitzer Ratssaal geschaffen hatte, war erstmals an seinem neuen Platz zu sehen. (Quellen dpa)
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 6 von 95