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Sachsen-Anhalt: Proteste gegen Einsparungen im Kulturbereich
Gestern Abend haben rund 200 Theatermacher und Kulturfreunde mit Roten Karten gegen die drohenden Kürzungen im Kulturetat Sachsen-Anhalts protestiert. Um fünf Minuten vor 12.00 Uhr traf man sich für dem Opernhaus, um zu verhindern, dass der geplante Kulturabbau realisiert wird. Unter den Demonstranten waren auch mehrere Verbände, darunter der Deutsche Bühnenverein, die Deutsche Orchestervereinigung, die Gewerkschaft Verdi und der Landesmusikrat. Nach Protestaktionen in verschiedenen Orten Sachsen-Anhalts ist am Nachmittag eine gemeinsame Abschlusskundgebung in Halle geplant. Der Intendant des Magdeburger Puppentheaters, Michael Kempchen, meinte, dass man schon längst ein Stadium der Selbstausbeutung an den Theatern erreicht habe. Die Sparungen würden bedingen, dass die Theater nicht mehr die Aufgabe hätten, die Kultur für alle, sondern nur für einen exklusiven Kreis zugänglich zu machen. Die Intendantin des Theaters Magdeburg, Karen Stone, betonte, dass das Kulturerbe nicht nur aus Gebäuden bestehe, sondern auch aus Menschen, die darin arbeiten und auftreten. (Quelle dpa)
 
Christie's New York: 58 Millionen Dollar für Pollock-Werk
Unglaubliche 58,3 Millionen Dollar (45 Millionen Euro) hat ein Bild des amerikanischen Künstlers Jackson Pollock in der letzten Woche erbracht. Damit wurde der Auktionsrekord für Pollock durchbrochen. Das 1948 entstandene Bild "Number 19" wurde nahezu doppelt so teuer wie von den Experten taxiert. Es war nach einem spannenden Wettbieten am Mittwochabend (Ortszeit) bei Christie's in New York an einen unbekannten Bieter gegangen. Jetzt wurde zwar ein Rekord erzielt, aber der gilt nur für Auktionen. Vor sieben Jahren soll ein anderes Pollock-Bild, "No. 5", abseits der Versteigerungsbühnen verkauft worden sein. Die kolportierten 140 Millionen Dollar waren damals schon deutlich mehr als das Doppelte des heutigen Auktionsrekords. (Quelle dpa)
 
Hamburger Kunsthalle: Giacometti-Ausstellung lockte 100.000 Besucher Drucken
Kurz vor Ende der erfolgreichen Giacometti-Ausstellung erwartet die Hamburger Kunsthallerd am Wochenende den 100 000. Besucher. Wie die Veranstalter am Mittwoch weiter mitteilten, nahmen mehr als 16 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auch an den Begleitveranstaltungen teil. Die Ende Januar eröffnete Schau über den bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung ist noch bis zum Sonntag zu sehen. Sie umfasste über 200 Werke des Künstlers, darunter 40 Skulpturen, etwa 30 Ölgemälde sowie Zeichnungen und Fotografien aus Privatsammlungen und unterschiedlichen internationalen Museen. Gezeigt wurde darüber hinaus auch das surrealistische Frühwerk des Künstlers, das in Deutschland kaum bekannt ist. (Quelle dpa)
 
Christie's New York: Leonardo DiCaprios Benefizauktion war voller Erfolg
Die von Hollywood-Star Leonardo DiCaprio organisierte Benefizauktion bei Christie's in New York für seine Umweltstiftung ist ein voller Erfolg geworden. Die Versteigerung von 33 Kunstwerken brachte am vergangenen Montagabend (Ortszeit) 33,3 Millionen Dollar (25,6 Millionen Euro) ein. Das war etwas das Doppelte von dem Erwarteten. Fast alle der Bilder und Skulpturen wurden weit über dem Schätzpreis verkauft. Unter den Kunstwerken befanden sich auch Werke von Neo Rauch, Andreas Gursky, Bansky, Ed Ruscha und Julian Schnabel. Eine Arbeit von Mark Grotjahn mit dem Titel "Untitled" entpuppte sich als das teuerste Werk. Das Auktionshaus hatte das Gemälde auf etwa zwei Millionen Dollar taxiert - erbracht hatte es schließlich 6,5 Millionen Dollar. Als zweitteuerstes Bild ging "The Tiger" des chinesischen Künstlers Zeng Fanzhi über den Tisch.
"Worte können meine Stimmung nicht ausdrücken", sagte DiCaprio nach der Auktion. "Alles, was ich sagen kann, ist danke, danke, danke." Das Geld kommt seiner Umweltstiftung zu Gute. 33 Künstler hatten Bilder und Skulpturen gestiftet, die teilweise extra für die Auktion gemacht waren. (Quelle dpa)
 
Bayern: Baudenkmäler vom Verfall bedroht
Eigentlich kennt man solche Nachrichten nur aus Sizilien oder anderen armen Ländern. Doch scheint auch in Deutschland einiges im Argen, wenn es um den Erhalt historischer Denkmäler geht. Inzwischen seien allein in Bayern tausende leerstehende Baudenkmäler vom Verfall bedroht, so Bayerns Generalkonservator Egon Johannes Greipl in München. Man habe mehr als 3000 Denkmäler, die leer stünden und durch Schäden gefährdet seien. Greipl beziffert den Investitionsbedarf auf zwei Milliarden Euro - allein für Bayern. Doch sei es schwierig Investoren davon zu überzeugen, dass nicht das Neue, sondern das Alte das Besondere sei. Gerade auf dem Land würden viele Menschen in die Stadt ziehen, um in einem Neubau zu wohnen. Die alten Anwesen würden darum verkommen. Die Kosten für eine Renovierung eines denkmalgeschützten Hauses seien zu hoch. Der Staat müsse darum mehr finanzielle Anreize schaffen, damit Menschen sich entscheiden, leerstehende Denkmäler zu kaufen und sie instand zu setzen. Am vergangenen Freitag wurden 26 Menschen in München mit der bayerischen Denkmalschutzmedaille ausgezeichnet, die seit nunmehr 35 Jahren verliehen wird. Von den Geehrten haben 19 ein Haus instandgesetzt, ein Drittel dieser Gebäude stand leer. (Quelle dpa)
 
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